Die Vergangenheit ist ein Ort, an dem Du nicht warst

30. Juli 2011 | 14:32 Uhr | Michael Hacker

"Die Vergangenheit ist ein Ort, an dem Du nicht warst" steht auf einer Karte geschrieben, die ich vor Jahren in einem Café in Leipzig entdeckt habe. Zu dieser Zeit hatte ich mich bereits auf Spurensuche nach diesem Ort gemacht, den Ort meiner Herkunft, der viele Erinnerungen umschloss: ich las viel DDR-Literatur und Nachwenderomane, besuchte Veranstaltungen, die sich mit den biografischen und sozialen Umbrüchen nach 1989 beschäftigten.

Aber warum das alles, wenn doch meine Erinnerungen an die DDR mehr Erzählungen aus meiner Kindheit als Gewissheiten über die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse eines verschwundenen Landes waren; und man sowieso lieber in die Zukunft, dem Semester in Spanien oder den Besuch von Freunden aus Wien, blickte?

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Community-Plattform Welteweger.de - Bürgerideen fördern und vernetzten

1. Juli 2011 | 11:05 Uhr | 3teGeneration Ostdeutschland

von Bea Paeßler (weltbeweger.de)

Überall in Deutschland entwickeln Bürger innovative Ideen, um Herausforderungen wie Überalterung, Armut, Landflucht oder Bildungsnotstand anzugehen. Von diesen herausragenden Projekten erfährt jedoch außerhalb des unmittelbaren Wirkungskreises kaum jemand. Die Idee kann nicht wachsen, in andere Orte getragen werden.

Hier setzt die Community-Plattform www.weltbeweger.de an. Auf der Ideenbörse werden bürgerschaftliche Erfolgsrezepte zum Mit- und Nachmachen präsentiert. Der Weltbeweger verbindet die Funktionen eines Wikis (Wissensaustausch) mit der eines sozialen Netzwerks. Engagierte finden Vorschläge, Tipps und Anregungen für die Umsetzung ihrer Ideen, damit sie das Rad nicht immer wieder neu erfinden müssen. Den Ansatz verbindet Weltbeweger und das Projekt der Dritten Generation Ostdeutschland. Sie können sich untereinander vernetzen, sich austauschen und von den Erfahrungen und dem Wissen anderer profitieren.

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Gibt es eine Dritte Generation Ostdeutschland?

29. Juni 2011 | 10:58 Uhr | Johannes Staemmler

Vor einem Jahr haben sich in Berlin neun junge Leute aus den alten und neuen Bundesländern zusammengefunden, um der Frage nachzugehen: Gibt es eine Dritte Generation Ostdeutschland? Wenn ja, wodurch zeichnet sie sich aus? Ist sie irgendwie besonders?

Der Begriff der Dritten Generation wird gemeinhin in der Migrationsdebatte verwendet. Damit werden die Enkel der ursprünglichen Einwanderer und Gastarbeiter beschrieben, die ihre sozialen und kulturellen Wurzeln sowohl im Land der Großeltern als auch im Land ihres Aufwachsens haben.

In den neuen Bundesländern ist es etwas, aber nicht völlig anders gelagert. Mit der Wiedervereinigung 1990 hat es einen nahezu kompletten Institutionentransfer von der alten Bundesrepublik auf das nun größere Bundesgebiet gegeben. Vom Rechts- über das Schulsystem, der Währung bis hin zu sozialen Normen der Anerkennung und Qualifizierung wurde das Modell BRD eingeführt. Wenig überraschend musste die Anpassungsleistung der ehemaligen DDR-Bürger erheblich sein und sie ging häufig mit familiären, sozialen und berufsbiografischen Brüchen einher.

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Los machen in den Urlaub

28. Juni 2011 | 14:02 Uhr | Johannes Staemmler

Der Tagespiegel bringt zum Ferienbeginn ein langes Stück von Anna Sauerbrey über die Urlaub machenden DDR-Bürger. Im Grunde waren die Urlaube kaum anders als anderswo, denn „Das Wetter, das war das Wichtigste.“, zitiert sie den Postkarteforscher Jürgen Hartwig.

Es liest sich streckenweise wie die Inventarliste eines Kuriositätenkabinetts, in das die DDR Bürger unverschuldet hineingeraten waren. Sie mussten und sie haben sich darin eingerichtet, in dem sie die vielen Mangelerscheinungen der sozialistischen Urlaubsplanung mit Humor und Fatalismus kompensiert haben. Die Ferienheime damals ließen an Charme ebenso viel zu wünschen übrig wie manche Pauschalbettenburg am Mittelmeer heute.

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Was Merkel kann

7. Juni 2011 | 17:30 Uhr | Johannes Staemmler

Der Theologe und SPD-Politiker Richard Schröder beglückwünscht Angela Merkel im Tagesspiegel zur amerikanischen Freiheitsmedaille. Dabei fordert er jammernde Ostdeutschen auf, sich endlich ein Vorbild an ihr zu nehmen und das Selbstmitleid hinter sich zu lassen. Dahinter steht das Argument, dass die ostdeutsche Herkunft eben kein manifestes Hindernis ist für Erfolg und sozialen Aufstieg. Und Angela Merkel sei der Beweis.

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Dialekt und Herkunft

28. Mai 2011 | 09:00 Uhr | Johannes Staemmler

Was schreibt man in einem Blog zu Ostdeutschland? Etwas Ostdeutsches? Was könnte das sein? Vielleicht diese komischen Gespräche mit neuen Bekannten, die erstaunt rufen „Hört man ja gar nicht!“, wenn ich sage, wo ich herkomme.

Stattdessen soll hier ein Bekenntnis stehen: Ich komme aus dem Osten. Nicht nur das, ich komme aus Sachsen. Das ist manchmal nicht ganz leicht, aber meistens ganz schön. Mit dem Geburtsort verhält es sich ungefähr so wie mit der eigenen Familie. Man kann ihn sich nicht aussuchen, sondern nur hoffen, dass er vor allem positive Assoziationen hervorruft. Und wenn das nicht so ist, lebt man auch damit.

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Auftakt: Wer ist die Dritte Generation Ostdeutschland?

27. Mai 2011 | 17:57 Uhr | 3teGeneration Ostdeutschland

Die Idee unseres Projektes ist es, all diejenigen zusammenzuführen, die in etwa zwischen 1975 und 1985 in der ehemaligen DDR geboren sind. Das ist dann auch schon das einzig formale Kriterium, das die „Dritte Generation Ostdeutschland“ ausmacht. Alle sind uns willkommen, egal wo sie herkommen, wo sie heute wohnen, welcher Religion sie angehören oder welche politische Einstellung sie haben (solange sie demokratisch ist). Und auch die Altersgrenzen sind eher flexibel, in erster Linie ist die Zugehörigkeit zur „Dritten Generation Ostdeutschland“ ein Gefühl…

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